Archiv der Kategorie: Verkehrsthemen

Neue Verkehrsregelungen in Kaltenkirchen und Umgebung, Schlechte Streckenführungen

Mit dem Rad „über“ den Wochenmarkt

Die ADFC-Ortsgruppe hat mit Unterstützung einer Fraktion  der Stadtvertretung im Frühjahr 2017 einen Antrag zur Anpassung der Marktsatzung gestellt. Dieser Antrag ist jetzt in die aktuelle Ausgabe der Satzung eingearbeitet worden. Radfahrer dürfen in Zukunft auf Wochenmärkten ihr Fahrrad mitführen.

Hintergrund war damals, dass ein Queren des Wochenmarktes  auf dem Holstenplatz zwischen der Hamburger Straße und der Holstenstraße zu einem untragbaren Umweg für Radfahrer geführt hat. Nicht nur das Befahren sondern auch das Mitführen eines Fahrrades ist untersagt gewesen. Da es sich bei dieser Verbindung aber um eine Hauptachse für Radfahrer und insbesondere für Schulkinder handelt, entspricht dieses nicht mehr heutigem Denken. Unterstützt wurde unser Unmut zu guter letzt noch durch die Verschiebung des Beginns des mittwöchlichen Wochenmarktes in den Vormittag hinein, was noch mehr Schulkinder zu einem widerrechtlichen Handeln genötigt hat.

Mit der jetzigen Ausgabe der Marktsatzung ist jetzt ein Mitführen von Fahrrädern auf unseren Wochenmärkten erlaubt. Damit haben Radfahrer jetzt die Möglichkeit, den Holstenplatz durch Schieben des Fahrrades (also Mitführen) zu queren. Und auch Käufer haben ihren Nutzen und können jetzt ihren Einkauf direkt in den Fahrradtaschen oder -körben verstauen und müssen ihre bereits gekauften Waren nicht mehr vom Markt zum Fahrrad tragen.

Aber bitte beachten:
Diese Regelung gilt nur für unsere Wochenmärkte. Alle anderen Märkte (Flohmarkt, Jahrmarkt, etc.) sind davon ausgenommen.

In unseren Augen ein Schritt, wenn auch ein kleiner, in die richtige Richtung. Wir Radfahrer sind jetzt aufgefordert, dieses auch zu leben.

Mühlenstraße in Kisdorf ist nun für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar

Vor mehr als einem Jahr hatte ich bei der Gemeinde Kisdorf den Antrag gestellt, die Mühlenstraße in Kisdorf, die als Einbahnstraße ausgelegt ist, für Radfahrer in beiden Richtung befahrbar zu machen. Damit wird es den Kisdorfern, die per Rad zum Einkaufen fahren, ermöglicht, auch für Rückweg die wenig befahrene Mühlenstraße zu wählen, anstatt der sehr engen und mit Schlaglöchern  versehenen Passage an der  „Wesselkreuzung“.   Seit Anfang Januar  ist dies nun möglich, die entsprechenden Verkehrszeichen wurden installiert.

Mühlenstraße – Richtung Hauptstraße

Dieter Schäfer

 

Kaltenkirchen hat eine Mini-AG „Rad fahren“

Wie in Norderstedt bereits etabliert, wurde Ende letzten Jahres durch den Bau- und Umweltausschuss auf Antrag von der Pro-Kaki Fraktion beschlossen eine Arbeitsgruppe „Rad fahren“ für Kaltenkirchen zu gründen. Diese setzt sich aus je einem Ansprechpartner von Stadtvertretretung, Bauabteilung und ADFC-Ortsgruppe Kaltenkirchen zusammen. Darüber freuen wir uns und hoffen damit einen ersten Schritt in die richtige Richtung machen zu können. Denn Kaltenkirchen braucht eine Radwelt, in der es Spaß macht, auch im Alltag Rad zu fahren.

Der Graff – ein immer noch untragbarer Zustand

Da haben wir wohl ein wenig zu früh frohlockt. Nachdem der Kisdorfer Weg für den motorisierten Verkehr wieder freigegeben wurde, hat man den Graff wieder als Sackgasse angelegt. Aber leider hat man die Umgestaltung, wie sie von der Kreisverwaltung angeordnet wurde, wohl nicht erhalten. Der Felsen liegt wieder auf dem Asphalt. Der Wall versperrt die Durchfahrt. Und ein neu angebrachter abnehmbarer Pfosten ist seitlich auf dem Asphalt aufgestellt worden. Der Graff – ein immer noch untragbarer Zustand weiterlesen

Fahrradklimatest 2017 – Verbessert? Stillstand? Oder?

Darauf gibt es eine Antwort: Irgendwie hat sich nichts verändert!

Vergleicht man den Fahrradklimatest von 2014 mit dem von 2016 hat sich die Note um 0,03 Punkte verschlechtert. Das ist im wesentlichen keine Veränderung der Radverkehrssituation in unserem Ort. Auch vom Ranking ist keine Veränderung zu erkennen. 2014 war es Platz 7 von 21. 2016 dann Platz 9 von 29.

Geht man in die Details rein, dann kann man an der einen oder anderen Frageposition schon eine Veränderung erkennen. So hat sich der Spaßfaktor und die Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer gut verbessert. Im Gegenzug dazu wird dieses allerdings durch schlechteren Komfort und eine schlechtere Infrastruktur gedämpft.

(Hier findet ihr eine Gegenüberstellung der Werte 2014/2016.)

Wir reden also trotz aller in Kaltenkirchen getroffenen Maßnahmen von Stagnation.  Da stellt sich einem die Frage, was aus den Wahlprogrammen der letzten Landtagswahl eigentlich geworden ist? Wollte man da nicht die Infrastruktur für Alltagsradler verbessern?

Es fehlen Maßnahmen, die Einwohner dazu bringen, gerne aufs Auto zu verzichten. Dazu zählen:

  • Vernünftige Strecken, die nicht zum Hindernisparcour werden oder auf denen man nicht ständig abbremsen und beschleunigen muss.
  • Unterstützung der Attraktivität des Radfahrens durch Medien,  Plakataktionen und Infomaterial zum Thema Radfahren und Verkehrsregeln

Hindernisse sollten zu erkennen sein

Auf dem Weg in die Stadt nehme ich gerne den kurzen Stichweg zwischen Funkenberg und Krauser Baum. Abgesehen davon, dass der Grundstücksbesitzer einen dunkelgrünen Zaun zur Verkleidung der Mülleimer aufgestellt hat, dessen Kante man in der dunklen Tageszeit magels Kennzeichnung nicht als solches erkennen kann, wurde jetzt ein neuer Poller aufgestellt. Grau, unscheinbar und mit einem kleinen weißen Reflektionsstreifen am oberen Rand.

Pfahl im Stichweg Funkenberg / Krauser Baum

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Eine Rundtour durch Kaltenkirchen mit unserem Kreisfahrradbeauftragten

Nachdem unser Kreisfahrradbeauftragter Joachim Brunkhorst unseren Radlertreff im Juni besucht hatte und dort über seine Arbeiten berichtete, nahmen wir in Folge der anschließenden Diskussion die Chance war und luden ihn zu einer Befahrung unseres Ortes ein.  Wir wollten ihm einmal aufzeigen, wo unsere markanten Problemzonen sind und versuchen, Möglichkeiten zur Verbesserung der Radverkehrssituation ggf. zu finden. Eine Rundtour durch Kaltenkirchen mit unserem Kreisfahrradbeauftragten weiterlesen

Auf eine Lösung müssen die Radler warten…

Ja, so lautet die Antwort von der Stadtverwaltung. Es wurde uns mitgeteilt, dass aufgrund der Unfallhäufigkeit an der Kreuzung Feldstraße/Hamburger Straße/Grashoffstraße eine grundsätzliche Änderung zur Entschärfung der Kreuzung gefunden werden muss. Die Verkehrsaufsicht der Stadt Kaltenkirchen ist beauftragt, hierzu mit der Polizei und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (kurz: LBV-SH) eine Lösung zu erarbeiten.

Leider geht aus der Mitteilung nur hervor, dass das Thema Radfahrer mit eingebracht werden wird. Die Möglichkeit, an der Lösungsfindung teilzuhaben, wird nicht erwogen. Was wir eigentlich schade finden. Denn wir wünschen uns eine gute und sichere Lösung mit akkzeptablen Kompromissen und nicht eine Lösung, die zwar sicher ist aber uns Zeit zum Überqueren einer einzelnen Kreuzung raubt .

Bis zur endgültigen Lösung bleibt die in unseren Augen unsinnige Anordnung bestehen. Es bleibt jedem Radler aus Richtung Feldstraße kommend selber überlassen, zu entscheiden, ob er der kurzen Strecke mit Benutzungspflicht Folge leistet. Wir stehen immer noch dazu, dass es einem Radfahrer aufgrund der Gefährlichkeit nicht zuzumuten ist, direkt hinter der Verkehrsinsel über drei Fahrstreifen auf den gemeinsamen Fuß- und Radweg zu wechseln.

Gefährliche Benutzungspflicht angeordnet

Wie wir schon letztes Jahr berichteten forderten wir eine für Radfahrer praktikable Lösung  für die Kreuzung Grashoffstraße / Hamburger Straße.  Wir warten immer noch auf eine Antwort. Un mussten jetzt feststellen, dass das Verkehrszeichen VZ240, Gemeinsamer Geh-  und Radweg, um 180° gedreht wurde. Damit besteht jetzt eine linksseitige Benutzungspflicht vom Feldweg bis zur Maybachstraße.

März 2017 – Das gedrehte Verkehrszeichen

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Schutzstreifen breiter? – Ja oder Nein?

Bei der letzten Bau- und Umweltausschusssitzung am 21. März lagen zwei Anträge von uns vor. Dabei ging es unter anderem auch um den viel zu schmalen Schutzstreifen auf dem Flottkamp und der Alvesloher Straße. Wie wir bereits berichteten entspricht er nicht der notwendigen Breite und veranlasst viele Radfahrer dazu, diesen erst gar nicht zu benutzen. Das war Anlass genug für uns, die Korrektur der Breite bei der Stadtverwaltung einzufordern. Schutzstreifen breiter? – Ja oder Nein? weiterlesen