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Kaltenkirchen hat eine Mini-AG „Rad fahren“

Wie in Norderstedt bereits etabliert, wurde Ende letzten Jahres durch den Bau- und Umweltausschuss auf Antrag von der Pro-Kaki Fraktion beschlossen eine Arbeitsgruppe „Rad fahren“ für Kaltenkirchen zu gründen. Diese setzt sich aus je einem Ansprechpartner von Stadtvertretretung, Bauabteilung und ADFC-Ortsgruppe Kaltenkirchen zusammen. Darüber freuen wir uns und hoffen damit einen ersten Schritt in die richtige Richtung machen zu können. Denn Kaltenkirchen braucht eine Radwelt, in der es Spaß macht, auch im Alltag Rad zu fahren.

Der Graff – ein immer noch untragbarer Zustand

Da haben wir wohl ein wenig zu früh frohlockt. Nachdem der Kisdorfer Weg für den motorisierten Verkehr wieder freigegeben wurde, hat man den Graff wieder als Sackgasse angelegt. Aber leider hat man die Umgestaltung, wie sie von der Kreisverwaltung angeordnet wurde, wohl nicht erhalten. Der Felsen liegt wieder auf dem Asphalt. Der Wall versperrt die Durchfahrt. Und ein neu angebrachter abnehmbarer Pfosten ist seitlich auf dem Asphalt aufgestellt worden. Der Graff – ein immer noch untragbarer Zustand weiterlesen

5 Jahre ADFC Ortsgruppe Kaltenkirchen

Ja, man mag es kaum glauben, aber unsere Ortsgruppe ist jetzt im fünften Jahr seit Gründung im Frühjahr 2012. Zeit, einmal ein Resumee zu ziehen.

Aber kommen wir doch erst einmal zu dem, was wir seit dem Tag EINS so erlebt haben.

Auf Initiative von Rolf Jungbluth, ADFC-Ortsgruppe Norderstedt, und mit Unterstützung durch die beiden KaltenkirchnerBürger Arne Hofmann und Andreas Gaden fand die Gründungssitzung am 21.   März im Feuerstein statt. An dieser Stelle noch mal einen herlichen Dank an Rolf. Mit ca. 20 Teilnehmern musste schnell ein passender Versammlungsort gefunden werden. Kurz danach fanden seitdem die Treffen im Bürgerhaus Kaltenkirchen statt. Jetzt nach fünf Jahren hat unsere Ortsgruppe einen festen Kern von ca. 12 Mitgliedern, die sich bis heute jeden ersten Montag im Monat dort treffen. Wir plaudern über aktuelle Themen den Radverkehr betreffend, berichten über längere Touren einzelner Mitglieder, helfen uns gegenseitig bei technischen Problemen und planen unsere Tages- und Feierabendtouren. Und auch unsere Bürgermeistertouren.

Hier noch ein paar Eckdaten:

  • Nachdem wir bis 2013 sporadische Touren unternommen haben, etablierten wir einen Tourenkoordinator.  Im darauf folgenden Jahr veröffentlichten wir zum Jahresbeginn zum ersten mal unseren Tourenflyer mit wechselnden Touren.
  • 2013 gab es auch unsere erste Bürgermeistertour. Unter reger Beteiligung wurden einige prägnante Problemstellen für Radfahrer aufgezeigt.
  • Regelmäßige Teilnahme an der Aktion „Sauberes Kaltenkirchen“
  • Seit 2016 im Internet präsent: www.kaki-radler.de
  • Vorbereitung und Teilnahme am Stadtradeln 2017
  • Fertigstellung eines Fahrradanhängers als ADFC-Stand. Dieser hatte zum Kaltenkirchner Stadtfest 2017 seine Bewährungsprobe.
  • Unterstützung des Projektes Radschnellwege

Aber was sind diese genannten Aktivitäten, wenn da nicht fleißige Helfer sind. Und deshalb an dieser Stelle auch einen kräftigen Dank an alle diese für die tatkräftige Unterstützung in diesen ersten fünf Jahren.

Für die Zukunft haben wir auch wieder ein paar Ideen, mit denen wir den Radverkehr in Kaltenkirchen anregen wollen. Und natürlich gibt es wieder neue Radtouren im nächsten Jahr.

In diesem Sinne

Andreas Gaden
ADFC-Ortsgruppensprecher Kaltenkirchen

Fahrradklimatest 2017 – Verbessert? Stillstand? Oder?

Darauf gibt es eine Antwort: Irgendwie hat sich nichts verändert!

Vergleicht man den Fahrradklimatest von 2014 mit dem von 2016 hat sich die Note um 0,03 Punkte verschlechtert. Das ist im wesentlichen keine Veränderung der Radverkehrssituation in unserem Ort. Auch vom Ranking ist keine Veränderung zu erkennen. 2014 war es Platz 7 von 21. 2016 dann Platz 9 von 29.

Geht man in die Details rein, dann kann man an der einen oder anderen Frageposition schon eine Veränderung erkennen. So hat sich der Spaßfaktor und die Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer gut verbessert. Im Gegenzug dazu wird dieses allerdings durch schlechteren Komfort und eine schlechtere Infrastruktur gedämpft.

(Hier findet ihr eine Gegenüberstellung der Werte 2014/2016.)

Wir reden also trotz aller in Kaltenkirchen getroffenen Maßnahmen von Stagnation.  Da stellt sich einem die Frage, was aus den Wahlprogrammen der letzten Landtagswahl eigentlich geworden ist? Wollte man da nicht die Infrastruktur für Alltagsradler verbessern?

Es fehlen Maßnahmen, die Einwohner dazu bringen, gerne aufs Auto zu verzichten. Dazu zählen:

  • Vernünftige Strecken, die nicht zum Hindernisparcour werden oder auf denen man nicht ständig abbremsen und beschleunigen muss.
  • Unterstützung der Attraktivität des Radfahrens durch Medien,  Plakataktionen und Infomaterial zum Thema Radfahren und Verkehrsregeln

Hindernisse sollten zu erkennen sein

Auf dem Weg in die Stadt nehme ich gerne den kurzen Stichweg zwischen Funkenberg und Krauser Baum. Abgesehen davon, dass der Grundstücksbesitzer einen dunkelgrünen Zaun zur Verkleidung der Mülleimer aufgestellt hat, dessen Kante man in der dunklen Tageszeit magels Kennzeichnung nicht als solches erkennen kann, wurde jetzt ein neuer Poller aufgestellt. Grau, unscheinbar und mit einem kleinen weißen Reflektionsstreifen am oberen Rand.

Pfahl im Stichweg Funkenberg / Krauser Baum

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Eine Rundtour durch Kaltenkirchen mit unserem Kreisfahrradbeauftragten

Nachdem unser Kreisfahrradbeauftragter Joachim Brunkhorst unseren Radlertreff im Juni besucht hatte und dort über seine Arbeiten berichtete, nahmen wir in Folge der anschließenden Diskussion die Chance war und luden ihn zu einer Befahrung unseres Ortes ein.  Wir wollten ihm einmal aufzeigen, wo unsere markanten Problemzonen sind und versuchen, Möglichkeiten zur Verbesserung der Radverkehrssituation ggf. zu finden. Eine Rundtour durch Kaltenkirchen mit unserem Kreisfahrradbeauftragten weiterlesen

Unser ADFC-Stand beim Stadtfest 2017 in Kaltenkirchen

Ja, seinen Härtetest hat er hinter sich, unser ADFC-Stand. Angehängt ans Fahrrad ging es mit Norbert in Begleitung in gemächlicher Geschwindigkeit Richtung Marktplatz zu seinem ersten Auftritt. Da die Anfahrt am späten Vormittag zur Haupteinkaufszeit erfolgte, hatten wir die volle Aufmerksamkeit aller anderer motorisierten Verkehrsteilnehmer. Denn auf dem Radweg kann man mit unserem kleinen „Ungetüm“ nicht fahren. Also rauf auf die Hauptstraße.

Begrüßung durch unseren Wolfgang

Dort angekommen ging es flugs ans Aufstellen. Mit viel Zuspruch wurde der Stand von allen Ortsgruppenmitgliedern, die ihn so noch nicht gesehen haben, begutachtet. Unser ADFC-Stand beim Stadtfest 2017 in Kaltenkirchen weiterlesen

Projekt – Unser ADFC-Stand – der Endspurt

Mittlerweile liegt unser Fahrradanhänger in der Endphase. In drei weiteren Abenden wurde das Gerüst weiter zusammengestellt. Während des Baues stellten wir immer wieder fest, dass wir die ein oder andere Idee kippen mussten. Sei es aus Kostengründen oder konstruktionsbedingt. Aber jetzt steht er mit Deichsel und hat auch schon seine erste kleine Fahrt hinter sich. In den folgenden Bilder könnt ihr sehen, wie es weiter ging. Projekt – Unser ADFC-Stand – der Endspurt weiterlesen

Auf eine Lösung müssen die Radler warten…

Ja, so lautet die Antwort von der Stadtverwaltung. Es wurde uns mitgeteilt, dass aufgrund der Unfallhäufigkeit an der Kreuzung Feldstraße/Hamburger Straße/Grashoffstraße eine grundsätzliche Änderung zur Entschärfung der Kreuzung gefunden werden muss. Die Verkehrsaufsicht der Stadt Kaltenkirchen ist beauftragt, hierzu mit der Polizei und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (kurz: LBV-SH) eine Lösung zu erarbeiten.

Leider geht aus der Mitteilung nur hervor, dass das Thema Radfahrer mit eingebracht werden wird. Die Möglichkeit, an der Lösungsfindung teilzuhaben, wird nicht erwogen. Was wir eigentlich schade finden. Denn wir wünschen uns eine gute und sichere Lösung mit akkzeptablen Kompromissen und nicht eine Lösung, die zwar sicher ist aber uns Zeit zum Überqueren einer einzelnen Kreuzung raubt .

Bis zur endgültigen Lösung bleibt die in unseren Augen unsinnige Anordnung bestehen. Es bleibt jedem Radler aus Richtung Feldstraße kommend selber überlassen, zu entscheiden, ob er der kurzen Strecke mit Benutzungspflicht Folge leistet. Wir stehen immer noch dazu, dass es einem Radfahrer aufgrund der Gefährlichkeit nicht zuzumuten ist, direkt hinter der Verkehrsinsel über drei Fahrstreifen auf den gemeinsamen Fuß- und Radweg zu wechseln.