Mit dem Rad „über“ den Wochenmarkt

Die ADFC-Ortsgruppe hat mit Unterstützung einer Fraktion  der Stadtvertretung im Frühjahr 2017 einen Antrag zur Anpassung der Marktsatzung gestellt. Dieser Antrag ist jetzt in die aktuelle Ausgabe der Satzung eingearbeitet worden. Radfahrer dürfen in Zukunft auf Wochenmärkten ihr Fahrrad mitführen.

Hintergrund war damals, dass ein Queren des Wochenmarktes  auf dem Holstenplatz zwischen der Hamburger Straße und der Holstenstraße zu einem untragbaren Umweg für Radfahrer geführt hat. Nicht nur das Befahren sondern auch das Mitführen eines Fahrrades ist untersagt gewesen. Da es sich bei dieser Verbindung aber um eine Hauptachse für Radfahrer und insbesondere für Schulkinder handelt, entspricht dieses nicht mehr heutigem Denken. Unterstützt wurde unser Unmut zu guter letzt noch durch die Verschiebung des Beginns des mittwöchlichen Wochenmarktes in den Vormittag hinein, was noch mehr Schulkinder zu einem widerrechtlichen Handeln genötigt hat.

Mit der jetzigen Ausgabe der Marktsatzung ist jetzt ein Mitführen von Fahrrädern auf unseren Wochenmärkten erlaubt. Damit haben Radfahrer jetzt die Möglichkeit, den Holstenplatz durch Schieben des Fahrrades (also Mitführen) zu queren. Und auch Käufer haben ihren Nutzen und können jetzt ihren Einkauf direkt in den Fahrradtaschen oder -körben verstauen und müssen ihre bereits gekauften Waren nicht mehr vom Markt zum Fahrrad tragen.

Aber bitte beachten:
Diese Regelung gilt nur für unsere Wochenmärkte. Alle anderen Märkte (Flohmarkt, Jahrmarkt, etc.) sind davon ausgenommen.

In unseren Augen ein Schritt, wenn auch ein kleiner, in die richtige Richtung. Wir Radfahrer sind jetzt aufgefordert, dieses auch zu leben.

Unser Tourenprogramm 2018 ist da!

Liebe Radler/innen aus Kaltenkirchen und Umgebung,

unser Radtourenprogramm ist wieder da. Ihr findet sie in Papierformat in der Stadtbücherei und im Rathaus von Kaltenkirchen. Ansonsten gibt es hier ein PDF zum Ausdrucken.

ADFC-Flyer-Touren 2018

Ansonsten findet ihr die Touren auch auf unserer Termin-Seite. Hier dann auch mit den Links zu den Tourkarten und Downloads.

Wir freuen uns auf eine erneute rege Beteiligung und hoffen, dass uns dieses Jahr das Wetter weniger einen Strich durch die Rechnung machen wird.

Mühlenstraße in Kisdorf ist nun für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar

Vor mehr als einem Jahr hatte ich bei der Gemeinde Kisdorf den Antrag gestellt, die Mühlenstraße in Kisdorf, die als Einbahnstraße ausgelegt ist, für Radfahrer in beiden Richtung befahrbar zu machen. Damit wird es den Kisdorfern, die per Rad zum Einkaufen fahren, ermöglicht, auch für Rückweg die wenig befahrene Mühlenstraße zu wählen, anstatt der sehr engen und mit Schlaglöchern  versehenen Passage an der  „Wesselkreuzung“.   Seit Anfang Januar  ist dies nun möglich, die entsprechenden Verkehrszeichen wurden installiert.

Mühlenstraße – Richtung Hauptstraße

Dieter Schäfer

 

Kaltenkirchen hat eine Mini-AG „Rad fahren“

Wie in Norderstedt bereits etabliert, wurde Ende letzten Jahres durch den Bau- und Umweltausschuss auf Antrag von der Pro-Kaki Fraktion beschlossen eine Arbeitsgruppe „Rad fahren“ für Kaltenkirchen zu gründen. Diese setzt sich aus je einem Ansprechpartner von Stadtvertretretung, Bauabteilung und ADFC-Ortsgruppe Kaltenkirchen zusammen. Darüber freuen wir uns und hoffen damit einen ersten Schritt in die richtige Richtung machen zu können. Denn Kaltenkirchen braucht eine Radwelt, in der es Spaß macht, auch im Alltag Rad zu fahren.

Der Graff – ein immer noch untragbarer Zustand

Da haben wir wohl ein wenig zu früh frohlockt. Nachdem der Kisdorfer Weg für den motorisierten Verkehr wieder freigegeben wurde, hat man den Graff wieder als Sackgasse angelegt. Aber leider hat man die Umgestaltung, wie sie von der Kreisverwaltung angeordnet wurde, wohl nicht erhalten. Der Felsen liegt wieder auf dem Asphalt. Der Wall versperrt die Durchfahrt. Und ein neu angebrachter abnehmbarer Pfosten ist seitlich auf dem Asphalt aufgestellt worden. Der Graff – ein immer noch untragbarer Zustand weiterlesen

5 Jahre ADFC Ortsgruppe Kaltenkirchen

Ja, man mag es kaum glauben, aber unsere Ortsgruppe ist jetzt im fünften Jahr seit Gründung im Frühjahr 2012. Zeit, einmal ein Resumee zu ziehen.

Aber kommen wir doch erst einmal zu dem, was wir seit dem Tag EINS so erlebt haben.

Auf Initiative von Rolf Jungbluth, ADFC-Ortsgruppe Norderstedt, und mit Unterstützung durch die beiden KaltenkirchnerBürger Arne Hofmann und Andreas Gaden fand die Gründungssitzung am 21.   März im Feuerstein statt. An dieser Stelle noch mal einen herlichen Dank an Rolf. Mit ca. 20 Teilnehmern musste schnell ein passender Versammlungsort gefunden werden. Kurz danach fanden seitdem die Treffen im Bürgerhaus Kaltenkirchen statt. Jetzt nach fünf Jahren hat unsere Ortsgruppe einen festen Kern von ca. 12 Mitgliedern, die sich bis heute jeden ersten Montag im Monat dort treffen. Wir plaudern über aktuelle Themen den Radverkehr betreffend, berichten über längere Touren einzelner Mitglieder, helfen uns gegenseitig bei technischen Problemen und planen unsere Tages- und Feierabendtouren. Und auch unsere Bürgermeistertouren.

Hier noch ein paar Eckdaten:

  • Nachdem wir bis 2013 sporadische Touren unternommen haben, etablierten wir einen Tourenkoordinator.  Im darauf folgenden Jahr veröffentlichten wir zum Jahresbeginn zum ersten mal unseren Tourenflyer mit wechselnden Touren.
  • 2013 gab es auch unsere erste Bürgermeistertour. Unter reger Beteiligung wurden einige prägnante Problemstellen für Radfahrer aufgezeigt.
  • Regelmäßige Teilnahme an der Aktion „Sauberes Kaltenkirchen“
  • Seit 2016 im Internet präsent: www.kaki-radler.de
  • Vorbereitung und Teilnahme am Stadtradeln 2017
  • Fertigstellung eines Fahrradanhängers als ADFC-Stand. Dieser hatte zum Kaltenkirchner Stadtfest 2017 seine Bewährungsprobe.
  • Unterstützung des Projektes Radschnellwege

Aber was sind diese genannten Aktivitäten, wenn da nicht fleißige Helfer sind. Und deshalb an dieser Stelle auch einen kräftigen Dank an alle diese für die tatkräftige Unterstützung in diesen ersten fünf Jahren.

Für die Zukunft haben wir auch wieder ein paar Ideen, mit denen wir den Radverkehr in Kaltenkirchen anregen wollen. Und natürlich gibt es wieder neue Radtouren im nächsten Jahr.

In diesem Sinne

Andreas Gaden
ADFC-Ortsgruppensprecher Kaltenkirchen

Fahrradklimatest 2017 – Verbessert? Stillstand? Oder?

Darauf gibt es eine Antwort: Irgendwie hat sich nichts verändert!

Vergleicht man den Fahrradklimatest von 2014 mit dem von 2016 hat sich die Note um 0,03 Punkte verschlechtert. Das ist im wesentlichen keine Veränderung der Radverkehrssituation in unserem Ort. Auch vom Ranking ist keine Veränderung zu erkennen. 2014 war es Platz 7 von 21. 2016 dann Platz 9 von 29.

Geht man in die Details rein, dann kann man an der einen oder anderen Frageposition schon eine Veränderung erkennen. So hat sich der Spaßfaktor und die Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer gut verbessert. Im Gegenzug dazu wird dieses allerdings durch schlechteren Komfort und eine schlechtere Infrastruktur gedämpft.

(Hier findet ihr eine Gegenüberstellung der Werte 2014/2016.)

Wir reden also trotz aller in Kaltenkirchen getroffenen Maßnahmen von Stagnation.  Da stellt sich einem die Frage, was aus den Wahlprogrammen der letzten Landtagswahl eigentlich geworden ist? Wollte man da nicht die Infrastruktur für Alltagsradler verbessern?

Es fehlen Maßnahmen, die Einwohner dazu bringen, gerne aufs Auto zu verzichten. Dazu zählen:

  • Vernünftige Strecken, die nicht zum Hindernisparcour werden oder auf denen man nicht ständig abbremsen und beschleunigen muss.
  • Unterstützung der Attraktivität des Radfahrens durch Medien,  Plakataktionen und Infomaterial zum Thema Radfahren und Verkehrsregeln

Hindernisse sollten zu erkennen sein

Auf dem Weg in die Stadt nehme ich gerne den kurzen Stichweg zwischen Funkenberg und Krauser Baum. Abgesehen davon, dass der Grundstücksbesitzer einen dunkelgrünen Zaun zur Verkleidung der Mülleimer aufgestellt hat, dessen Kante man in der dunklen Tageszeit magels Kennzeichnung nicht als solches erkennen kann, wurde jetzt ein neuer Poller aufgestellt. Grau, unscheinbar und mit einem kleinen weißen Reflektionsstreifen am oberen Rand.

Pfahl im Stichweg Funkenberg / Krauser Baum

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